NaturSpielRaum
• Projektstand
• Es geht los!
• Förderer
• Fachausschuss NaturSpielRaum
• Presse
• Flyer (PDF)
• Der NaturSpielRaum wächst und verändert sich
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Projektstand
Die Initiative
Durch die Baumaßnahme wird eine Neugestaltung des Außengeländes notwendig, da einerseits weniger Platz vorhanden ist und Grünfläche durch die Baufahrzeuge zerstört wurde und andererseits zwischen Altbau und Neubau ein sogenanntes „grünes Klassenzimmer“ eingerichtet werden soll.
Gleichzeitig ist bei Pädagogen und Elternschaft der Wunsch nach einem „anderen“ Schulhof gewachsen, der sich mehr an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Vorbilder für Natur-Erlebnis-Schulhöfe, bei denen die Kinder aktiv an der Planung und Ausführung beteiligt waren, finden sich vor allem in Süddeutschland. Für unser Projekt konnten wir den erfahrenen Naturraum-Planer Helmut Hechtbauer aus Lingen gewinnen. (www.bildungsinstrument.de)
Einleitung
Es soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, an dem alle – Kinder, Eltern und Lehrkräfte – beteiligt sind, um so eine hohe Akzeptanz und Identifikation mit dem NaturSpielRaum zu bekommen und auch auf lange Sicht die Erhaltung durch eine breite Unterstützung zu gewährleisten.
Grundlage hierfür ist für uns das „Dillinger Modell“, da hier besonders auf die Forderung, die Kinder in allen Phasen, von der Planung, über den Bau und der anschließenden Pflege zu beteiligen, eingegangen wird.
Der NaturSpielRaum soll zu einem wichtigen Bildungsinstrument werden. Ein Lebensraum mit dem Schwerpunkt eines ganzheitlichen und handlungsorientierten Lernens, der darüber hinaus auch eine präventive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht der Kinder hat und so
• die Kinder Naturerfahrungen auf vielfältige Art und Weise erleben können
• das ökologische Miteinander von Mensch und Natur durch selbstständige Handlungen und Beurteilungen sich ausbilden kann
• eine emotionale Bindung zur heimatlichen Natur entsteht
• Zusammenhänge aus dem Unterricht in der Natur nachvollzogen werden können
• die Folgen von umweltgerechtem Handeln ermöglicht werden können
• sich soziale Kompetenzen durch die Übernahme von Klassenpatenschaften für die spätere Pflege der Anlage ausbilden und festigen können
• durch die Verknüpfung von Lernen und Handeln ein Beitrag zur Verwirklichung ökologischer Kinderrechte gewährleistet wird
• das Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Gesellschaft, der Umwelt und den nachfolgenden Generationen zu stärken.
Die Projektwoche vom 25. Mai bis 29. Mai 2009
Aufgabe
Jede der vier Klassen hatte die Aufgabe, in der Projektwoche zu der Frage „Was wollt Ihr auf Eurem Schulhof erleben?“ eigene Ideen und Modelle zu folgenden vier Bereichen zu entwickeln:
• Spiel und Bewegung
• Kunst und Kreativität
• Ruhe und Kommunikation
• Naturerlebnis
Am ersten Tag wurden Ideen gesammelt, am zweiten ging es für einige Gruppen in den Wald, um dort Naturmaterialien zu sammeln. Auch auf dem Schulgelände konnten die Kinder Material sammeln und sich mit dem Thema auseinandersetzen. In den Klassen entstanden schnell die ersten Modelle, die von den Kindern heiß diskutiert wurden, ehe sie aufgestellt werden durften.
Die Kinder der Grundschule haben mit Begeisterung Ideen für ihren Schulhof entwickelt und mit viel Liebe zum Detail in den Modellen umgesetzt. Lehrer und Eltern waren dabei nur manchmal gefragt, um bei der Umsetzung besonders kniffliger Details zu helfen (einige Jungen wollten sogar das Häkeln lernen, um ein kleines Modellnetz herzustellen). Es war für alle eine Freude zu sehen, mit welchem Enthusiasmus, mit wie viel Spaß und ganz „ohne Zanken“ die Projektwoche ablief. Dass den Kindern dabei ganz nebenbei physikalische Gesetze, mathematische Grundlagen oder Wertschätzung, Anerkennung, Ermutigung und gemeinsame Anstrengung in einer Gemeinschaft, in der sie sich aufgehoben fühlen, vermittelt wurden, haben die meisten – Schüler und Eltern – oft gar nicht bewusst wahrgenommen.
Die Viertklässler sind schon jetzt traurig, dass sie die Umsetzung nach den Sommerferien nicht mehr an der Schule miterleben werden.
Projektwoche NaturSpielRaum vom 25. bis 29. Mai 2009.
Alle Bilder sind in der Fotogalerie zu sehen.
Vorstellung der Modelle am 3. Juni 2009
Jeweils zwei Kinder aus jeder Klasse stellten ihr Modell dem Planungsgremium vor. Herr Hechtbauer nahm die vielen tollen Ideen mit nach Lingen, um daraus einen Ausführungsplan zu erstellen. Nach den Sommerferien können wir dann weiter aktiv werden.
Einige Bilder sind in der Fotogalerie zu sehen.
Elternabend am 1. Oktober 2009
Am 1. Oktober konnten die Eltern endlich über die endgültigen Planungen informiert werden. In den vorausgegangenen Wochen und Monaten hatten die Mitglieder des Fachausschusses, die Schulleitung, das Kollegium und Helmut Hechtbauer immer wieder an einzelnen Details gefeilt. Die Begeisterung für das Projekt war deutlich zu spüren – so dass schon ab morgen mit der Umsetzung begonnen werden kann.
Es geht los!
Die Initiative
Einsätze sind für folgende Wochenenden geplant, Beginn jeweils ab 8 Uhr:
Vorarbeiten finden am Freitag, 2.10.2009, ab 14 Uhr statt.
1. Einsatz: Freitag, 9.10./Samstag, 10.10.2009
2. Einsatz: Freitag, 16.10./Samstag, 17.10.2009
3. Einsatz: Freitag, 30.10./Samstag, 31.10.2009
4. Einsatz: Freitag, 6.11./Samstag, 7.11.2009
5. Einsatz: Freitag, 13.11./Samstag, 14.11.2009
Mitzubringen sind jeweils entsprechende Kleidung und Schuhwerk, Handschuhe, 1 Schaufel, 1 Spaten, 1 Harke und nach Möglichkeit eine Schubkarre.
Die Bauleitung vor Ort hat Marion Scheidner.
Weitere Ansprechpartner sind:
Für die Gerätschaften Holger Eggert.
Für Pflastersteine in allen Farben und Variationen Achim Prüß.
Für die Verpflegung Marion Kemper oder Melanie Schäfer.
Chronologie der Wochenendeinsätze - mit Fotogalerien
Eichenstämme schälen, altes Pflaster hochnehmen und Erde bewegen: Am 2. Oktober 2009 trafen sich die ersten Eltern ab 14 Uhr an der Schule. Schnell war klar: Wir sind ein Team! Und: Gemeinsames Arbeiten macht Spaß.
Einige Bilder sind hier zu sehen.
Am Wochenende 9. und 10. Oktober 2009 startete der erste „richtige“ Einsatz: Eichenstämme wurden geschält, das Gelände modelliert und erste Stämme aufgestellt. Zum Mittagessen gab es Chili con Carne und reichlich Kuchen. Viele Eltern wollen am nächsten Wochenende wiederkommen.
Hier gibt es Fotos.
Am 16. und 17. Oktober 2009 waren bei strahlendem Wetter zahlreiche Eltern auf dem Gelände um gemeinsam an dem NaturSpielRaum zu arbeiten. Der Kriechtunnel wurde an die richtige Stelle gesetzt, die Sitzgelegenheiten im Freiluftklassenzimmer angelegt und die Schulhoffläche aufgebrochen, um den Wendehammer zu markieren. Hier sind einige Bilder.
Sogar in den Herbstferien waren einige Eltern im Einsatz, so dass am 23. Oktober 2009 die Weidenschaukel gebaut werden konnte. Fotos hier. Auch am Wochenende 30. und 31. Oktober 2009 wurde fleißig gearbeitet – genau wie an den folgenden Wochenenden. Das Engagement der Eltern wurde mit dem Fortschreiten der Arbeiten immer größer so dass entschieden wurde, auch an den Samstagen bis Weihnachten zu arbeiten.
Besuch vom WDR gab es am 5. Einsatzwochenende 13. und 14. November 2009: Unser NaturSpielRaum-Projekt hat inzwischen auch überregional so viel Bedeutung gewonnen, dass ein dreiköpfiges Team vom WDR Münster für die Lokalzeit über uns berichtet hat. Unsere Medienstars sind: Nils Kemper und sein Vater Thomas. Die beiden sind schon viele Wochenenden im Einsatz für den NaturSpielRaum und haben wie die Profis vor der Kamera agiert. Nicht zu vergessen sind zwei weitere Familienmitglieder: Tochter Lina versorgt erschöpfte Eltern immer wieder mit Kaffee und Kuchen, während Mutter Marion für das leibliche Wohl der „Bauarbeiter“ sorgt“. Jürgen Schwark mit seinem Sohn Timo: Am Tag zuvor war Sohn Lennard mit Schülern der Montessori-Gesamtschule beim Schälen von neuen Stämmen dabei, am Wochenende dann das Vater-Sohn-Gespann. Auch Mutter Beate Vogt hat sich bei zahlreichen Schäl-Einsätzen schon einen ordentlichen Muskelkater geholt. Super! Und natürlich Marion Scheidner als Bauleiterin, die unermüdlich an allen Wochenenden vor Ort auf der Baustelle ist, auf (fast) alle Fragen eine Antwort weiß und wirklich an alles denkt! Interviewt wurde außerdem Monika Reichelt, die mit der ganzen Familie im Einsatz war. Fotos dazu gibt es hier.
An den Samstagen bis Weihnachten waren an jedem Wochenende mindestens 10 Eltern im Einsatz. Vor der Winterpause wurden das Baumhaus, die Weidenschaukel, die Wasserbaustelle, der Sitzplatz auf dem Schulhof, die Pflanzbeete, der Wendehammer und das Pflaster rund um und in dem Freiluftklassenzimmer fertig gestellt. Der Kletterhügel wurde grob vormodelliert und ist jetzt begeh- und vielleicht sogar berodelbar? Im Frühjahr wird er dann fertig gebaut mit Rutsche, Seilparcours, Himmelsleiter und Aussichtsplattform. Fotos vom Stand vor den Weihnachtsferien gibt es hier.
Pflanzaktion im Frühjahr 2010
Unter der fachlichen Anleitung des Gartenbauers Dirk Schulz wurden nun "Unmengen" an heimischen Stuaden und Gehözen in die vorbereiteten Schotter - Beete gepflanzt. So manche Mutter konnte sich nebenbei auch den einen anderen Pflanztip mit nach Hause nehmen. Auch wurde an diesem Tag das von Uli Kuhlmann - Monti Vater - selbst entworfene und erstellte Eingangstor aufgebaut. Und - welche Freude - die ersten Triebe an der Weidennestschaukel wurden gesichtet!
Einige Fotos sind hier zu sehen
Helfergrillen am 10. Juli 2010
Während andere der Hitze entflohen wurde an der Montessori Grundschule kräftig geschwitzt. Zum letzten großen Arbeitseinsatz hatte die Fördergemeinschaft gebeten. Trotz Fußball, vieler Terminüberschneidungen und nicht letztendlich tropischen Temperaturen über 30°C fanden sich über 20 fleißige Elternteile ein, um die letzten Pflasterarbeiten zu erledigen und endlich die heiß ersehnte Rutsche aufzubauen. Außerdem konnte nun die Vogelnestschaukel an den lebenden Weidenstämmen aufgehängt werden. Die Weiden haben dank des fleißigen Gießens der Kinder kräftig ausgeschlagen und können nun die Schaukelbewegungen „aushalten“. Des weiteren wurde der gesamte Außenbereich aufgeräumt und Flächen abgeharkt. Die Bauzäune, die seid dem letzten Herbst den schönen Blick auf den stetig wachsenden NaturSpielRaum getrübt hatten, konnten endlich abgebaut werden. Die Kinder suchten zwischendurch Abkühlung in der Wasserbaustelle oder im eigens aufgestelltem Planschbecken. Passend mit dem letzten verlegten Pflasterstein, zog der Duft von Gegrilltem über den Schulhof, denn die Montessori Fördergemeinschaft hat alle Helfer der Baumaßnahme als kleines Dankeschön zu einem netten Abend eingeladen. Bei Köstlichkeiten vom Grill und kühlen Getränken ließ man die gesamte Bauzeit mit ihren Höhen und Tiefen Revue passieren. Abschließend wurde einvernehmlich festgestellt, dass mit dem NaturSpielRaum etwas ganz tolles und im hiesigem Raum einmaliges entstanden ist und den Kindern viel Raum und Möglichkeiten bietet sich zu bewegen sowie die Natur auf vielfältigste Art und Weise kennen und schätzen zu lernen. Die offizielle Einweihung des NaturSpielRaums findet am 04. September statt.
Fotos davon hier
Es ist vollbracht!
Nachdem die offizielle Abnahme des Geländes erfolgt ist und alle sicherheitstechnischen Maßgaben überprüft worden sind, wurde das große Einweihungsfest geplant. Geladen waren am 04. September 2010 neben den Sponsoren natürlich alle Kinder und Eltern der jetzigen Jahrgänge aber auch die "Ehemaligen", die zumindest in diesem Punkt mit viel Bedauern die Schule verlassen hatten, sollten das große Werk, das ja auch ihres war, feiern.
Und wie bei fast allen Arbeitseinsätzen strahlte auch an diesem Tag wieder der Himmel. Und nicht nur der.... Begeisterung war von allen Seiten zu hören. Und nicht ohne Stolz durfte verkündet werden, dass die Grundschulen in Erle und Heiden sowie das Gymnansium Remiginamium bereits näher an dem NatruSpielRaum Interesse gezeigt haben. Das an so einem Tag auch die Presse und das Fernsehen vor Ort waren, hat die Kinder, die ja durch die Baustelle u.a. auch viele medienwirksame Erfahrungen sammlen konnten, nicht davon abgehalten die nun ganz frisch frei gegebene Wasserbaustelle in vollen Zügen zu genießen.
Anders als anderen Baustellen, soll diese jedoch ganz bewußt nicht fertig werden, sondern es soll sich immer weiter etwas verändern. Der NaturSpielRaum soll leben! So stehen zum Beispiel noch die Neugestaltung des Schulgartens, der Bau des Lehmbackofen und die Bestuhlung des Freiluftklassenzimmer aus.
Hier findet man einige Bilder von der schönen Feier:
Förderer und Sponsoren
Wir danken an dieser Stelle folgenden Firmen, Institutionen und Freunden für die tolle Unterstützung! Ohne diese und natürlich ohne den unermüdlichen Einsatz der Eltern wäre dies alles nicht möglich gewesen!
Aktion Mensch
Reinhold Beckmann Garten- und Landschaftsbau
Robert Bollrath
DBU Naturerbe GmbH
Dillage Transporte, Borken
Druckform Hövelbrinks GmbH
Fielmann AG
GalaBau Reining GmbH & Co. KG
Gartenbau Haddick & Sohn GmbH & Co.KG
Getränke Groot oHG
Haselhoff Straßenbau GmbH
Haus Vosskamp

ISW Ingenieur Sozietät GmbH, Borken
Dieter Lechtenberg
Heinrich Klostermann GmbH und Co. KG
Metallbildhauer Uli Kuhlmann, Velen

Menchen GmbH & Co. KG
Bernhard Ridder, Borken
Schöttler Holzbau
Dirk Schulz Gartenbau


Klaus Stewering GmbH & Co. KG
Teckenbrock GmbH
Tobias Heming, Borken
Thomas von Landsberg-Velen, Borken
Gebr. Wansing GmbH & Co. KG
VR Bank Westmünsterland
Profi Wesch GmbH, Borken
Zur Schlemmerecke, Borken
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Fachausschuss NaturSpielRaum
Für die Planung und Durchführung der Baumaßnahme wurde ein Gremium gebildet das sich aus den versch. Interessensgebieten zusammengesetzt hat:
Marion Scheidner (Montessori Fördergemeinschaft e.V.)
Claudia Hieby (ehem. Montessori Fördergemeinschaft e.V.)
Gabi Neitzel (Montessori Borken e.V.)
Dieter Neugebauer (Schulleitung)
Georg Hahn (Schulleitung)
Cäcilia Eming (Offene Ganztagsschule)
Holger Eggert (Elternvertreter)
Joachim Prüß (Elternvertreter)
Die weitere Pflege und Entwicklung liegt nun in der Hand der Schule und der engagierten und am NaturSpielRaum interessierten Elternschaft und natürlich in den Händen der Schüler und Schülerinnen. Da zumindest Eltern und Schüler im Laufe der Jahre wechseln werden, ist auch eine stetige Veränderung des NaturSpielRaumes gewährleistet und gewünscht.
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Presse
Kriechtunnel, Weidentipis und Tiere
Borkener Zeitung vom 29.05.2009
Montessori-Grundschüler planen "ihren" Schulhof / Naturnahes Konzept wird entwickelt
Borken (hie). Ungewöhnlich ist die Fragestellung schon: „Was möchtet Ihr auf Eurem Schulhof erleben?“ Schnell wird den Schülerinnen und Schülern der Montessori-Grundschule klar, dass das mehr heißen kann als Rennen und Toben auf dem Schulhof oder Klettern auf einem teuren Spielgerät. Während einer Projektwoche dürfen die Kinder nun ihren Wünschen kreativ Ausdruck verleihen und Modelle ihres Erlebnis-Schulhofes erstellen. Bei den Ideen sollen verschiedene Bedürfnisse berücksichtigt werden - nach Kreativität und Kunst, Spiel und Bewegung, Naturerlebnis, Ruhe und Kommunikation.
„Der Schulhof ist durch unseren Anbau und die damit verbundenen Bauaktivitäten stark in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass wir jetzt die Gelegenheit wahrnehmen, das ganze Gelände neu zu planen“, erklärt Schulleiter Georg Hahn das Projekt.
„Aus der Elternschaft kam die Idee, mit dem erfahrenen Natur-Spielraum-Planer Helmut Hechtbauer aus Lingen das Projekt anzugehen und die Schülerinnen und Schüler nach dem so genannten „Dillinger Modell“ an der Planung zu beteiligen.“
An Ideen mangelt es den Kindern nicht: Kletterbaum und Baumhaus sind auf jedem der vier Modelle zu finden, Hängematten, Kriechtunnel, Blumenwiesen, Weidentipis, Wasserläufe und Tiere. Dazu bunte Skulpturen, Mosaike und Marterpfähle. In den Klassen zeigt sich, wie selbständig die Kinder zusammenarbeiten können. Ernsthaft stellt da ein Erstklässler seine Idee eines Kletterbaumes vor und macht sich nach der Frage „Und wie kommt man da rauf?“ erneut an die Arbeit. Der kleine Dominik dagegen hat zu Hause an seinem Klettergerüst weitergearbeitet. Als von den Mitschülern bemängelt wird, dass daran ein Netz fehle, holt er es grinsend aus der Hosentasche: „Da habe ich auch dran gedacht!“
„Wir sind überrascht, wie selbständig und kreativ die Kinder an ihren Ideen arbeiten. Unsere Hilfestellung ist da kaum gefragt“, freut sich Georg Hahn über die gelungene Aktion. In der kommenden Woche stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten einem Gremium vor. Die besten Ideen sollen dann in die Ausführungsplanung übernommen werden.
Planer Helmut Hechtbauer hat bei früheren Projekten gute Erfahrungen damit gemacht, Kinder in die Planung einzubeziehen.
Seiner Erfahrung nach identifizieren sich die Kinder dann stärker mit „ihrem“ Schulhof, es wird weniger kaputt gemacht und jeder fühlt sich verantwortlich. „Das Konzept passt hervorragend zur Montessori-Pädagogik“, so Georg Hahn. „Wir wollen nicht einfach nur neue Spielgeräte aufstellen, sondern auf dem Schulgelände einen vielfältigen Natur-Erlebnisraum schaffen. Die Kinder sollen auch dort eine „vorbereitete Umgebung“ vorfinden, die ihren kindlichen Bedürfnissen gerecht wird.“
Natur statt Asphaltwüse
Sonderbeilage der Borkener Zeitung vom 15.9.2009

"Dünger" für den NaturSpielRaum
Artikel der Borkener Zeitung vom 10.10.2009
In der großen Pause ins Baumhaus
Artikel der Borkener Zeitung vom 13.10.2009
Viel Gehöz für den grünen Schulhof
Artikel der Borkener Zeitung vom 12.04.2010
Spielen in der Natur
Artikel der Borkener Zeitung vom 05.09.2010
NaturSpielRaum an der Montessori Grundschule wächst
Artikel der Borkener Zeitung vom 30.05.2011
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Der NaturSpielRaum wächst und verändert sich
In jedem Jahr finden im Frühjahr und Herbst Aktionen mit den Eltern statt, um den NaturSpielRaum zu pflegen und weiter zu entwickeln. So haben sich auf dem Hügel Trampelpfade gebildet, die es nun gilt zu integrieren. Hier wurden dann weitere Aufstiege eingebaut, damit sich der Schotter nicht zu weit abträgt. Auch wenn der Schotterbelag für manche ein Dorn oder besser gesagt ein Stein im Auge ist, so ist der Hügel doch das ganze Jahr über begehbar und wird nach ausgiebigen Regenfällen wie im vergangenem Jahr nicht zu einer Schlammgrube. Manchmal muss man eben Kompromisse schließen...
Auch gilt es regelmäßig Sand und Fallschutzmaterial nachzufüllen, die Weidennestschaukel zu beschneiden sowie natürlich die Pflege der Beete. Die Klassen haben einzelne Patenschaften über bestimmte Bereiche übernommen, die sie über das Jahr pflegen.
Im Rahmen der Projektwoche (siehe dazu Bericht unter Einblicke) wurde u.a. der Schulgarten neu angelegt. Dort konnte im ersten Jahr schon eifrig geerntet werden. Auch hat die Töpferei mit tollen Skulpturen den gesamten Bereich optisch aufgewertet. Leider wurde ein Teil von ihnen durch außerschulische Besucher zerstört. Nun muss sich das Freiluftklassenzimmer noch ein wenig weiterentwickeln, damit es dort schattiger und grüner wird und Elemente zum Hangeln sollen auch noch entstehen. Schauen wir mal, was im Laufe der nächsten Jahre noch so wächst....




