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Grundlagen

  • Kinder sind anders
  • Polarisation
  • Sensible Perioden
  • Montessori Material
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    Kinder sind anders

    Die Arbeit der Montessori-Spielstube baut auf den Erkenntnissen und Prinzipien der Montessori-Pädagogik auf.
    Maria Montessori kam nach langen Beobachtungen und gründlichen Überlegungen zu der Überzeugung, dass Kinder nicht nur Anlagen für ihre körperlichen Merkmale von Geburt an in sich tragen, sondern auch Anlagen für ihre geistig-charakterliche Entwicklung. Diese Anlagen liegen für uns verborgen in einem geheimnisvollen inneren Bauplan. Und wir Erwachsenen können diesen Bauplan nur erahnen, aber nicht gänzlich enträtseln.

    „Ohne viel Verständnis, aber mit dem stärkenden Gefühl, der Überlegene zu sein, steht der Erwachsene dem Kind gegenüber. Bis sich zeigt, dass dies Gefühl der Überlegenheit nur auf tiefem Nicht-Kennen beruht.“ (Hermann Hesse)
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    Polarisation

    Der Plan entfaltet sich in der Kindheit und Jugend in vielen verschiedenen Entwicklungsschritten. Schon bei Kleinkindern gibt es ein Phänomen größter Konzentrationsfähigkeit
    („Polarisation der Aufmerksamkeit“). Die Kinder sind dann nicht mehr ansprechbar und lassen sich kaum stören. Das können Erwachsene höchstens noch sehr eingeschränkt.
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    Sensible Perioden

    Kleine Kinder sind also nicht die hilflosen Geschöpfe, als die sie oft von den Erwachsenen gesehen werden. Sie sind bloß anders als Erwachsene. Sie sind anders als wir und auch anders, als wir oft annehmen.
    Sprechen lernen, Laufen lernen, Schreiben lernen – alles Fähigkeiten, für die das Kind an irgendeiner Stelle seiner individuellen Entwicklung gemäß seinem eigenen Bauplan offen wird („sensible Perioden“). Dabei folgt es ausschließlich seinem Rhythmus. Manche Kinder üben lange, bis sie aufstehen und laufen können, andere beobachten lange, stehen auf und laufen. Ebenso beschäftigen sich Kinder intensiv mit Stiften und Papier, andere gar nicht, aber sie turnen dafür intensiver und ausdauernder, weil dies eben ihrem Plan entspricht.
    Bis etwa zum Alter von drei Jahren tauchen bei allen Kindern sensible Phasen für die Sprache, für die Ordnung und für die Bewegung auf. Diese Phasen können wir durch genaue Beobachtung erkennen und entsprechend fördern, indem wir dem Kind eine genau dafür vorbereitete Umgebung anbieten. Zu einer solchen Umgebung gehören die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen und Materialien ebenso wie die Bezugspersonen, die die Arbeit des Kindes mit dem erforderlichen Respekt vor seinen Leistungen liebevoll begleiten.
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    Montessori-Material

    Besonders in den ersten Lebensjahren erfolgen die Lernprozesse vor allem durch Bewegungen. Für Montessori muss das Kind deshalb alle Muskeln bewegen, um sich zu entwickeln. Deshalb sind die „frühen“ Montessori-Materialien und die Arbeiten damit in erster Linie auf die Schulung der Muskelkoordinationen ausgerichtet. Die Kinder speichern die Erfahrungen ihrer Muskeln und Bewegungen, was wiederum die Entwicklung ihres Gehirnes fördert. Dabei sind die Hände von ganz besonderer Bedeutung.

    „Die Hände sind das Werkzeug der menschlichen Intelligenz.“ ( M.Montessori)
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